In dankbarer Erinnerung


Robert Urwaleck

1932 – 2010



Robert Urwaleck

Blasmusik kann nur bestehen wenn es Kinder gibt, die Blasinstrumente lernen, und diese Eltern haben, die mindestens die Ambitionen der Sprößlinge zulassen, und günstigerenfalls fördern, oder im Optimalfall dann sogar in der Organisation des Vereines, in denen der Nachwuchs mitspielt selbst aktiv tätig werden. Einer der dritten Kategorie war Robert Urwaleck.

Er förderte nicht nur die musikalische Laufbahn seines Sohnes Martin nach besten Kräften, sondern half auch tatkräftig in den beiden Kapellen Blasmusik Don Bosco und Blasmusikverein St. Georg Kagran mit. Lange Zeit davon als Obmann der Blasmusik Don Bosco. Seiner Initiative zu verdanken waren der Beitritt der Kapelle in den Wiener Blasmusikverband, und das Herausführen der Kapelle aus der Krise in den frühen 80er Jahren, sowie das Einfädeln zahlreicher Konzertmöglichkeiten, die wir ohne sein Engagement sicher nicht so leicht bekommen hätten. 1992 legte er die Funktion zurück - nach 15 erfolgreichen Jahren.

Das heißt aber nicht, daß er nun weniger tätig war. Im Blasmusikverein St. Georg Kagran übernahm er bald danach die Funktion des Festobmannes, und auch wenn er die Funktion nur kurze Zeit ausübte, war er davor und danach immer einer der fleißigsten Helfer bei den Festen, sogar am goldenen Hochzeitstag. Und nicht nur bei den Festen. Unvergeßlich die Maiaufmärsche, wo er mit einigen Flaschen Mineralwasser im Rucksack stundenlang mitging. Bald hatte er auch die inoffizielle Funktion des Nachschuboffiziers inne, der bei allen möglichen Spielereien die Musiker mit (meist flüssiger) Nahrung versorgte. Und wenn es mal nichts vom Veranstalter gab, halt auch mal in den nächsten Supermarkt fuhr. Zuletzt fuhr er sogar als Nicht-Spieler auf das Probewochenende mit, was den Spielern die Konzentration auf den musikalischen Bereich ermöglichte, während er für den organisatorischen Rahmen sorgte.

Jahrzehntelang stellte er sich beim alljährlichen österreichischen Blasmusikfest als Gästebetreuer zur Verfügung, und führte eine der Gastkapellen aus den Bundesländern durch die Bundeshauptstadt.

Das jüngste Bild, das wir von ihm haben, stammt vom Pfarrfest in Kagran. Zumindest für uns Musiker deutete nichts darauf hin, daß dies auch das letzte sein sollte. Wenige Tage später wurde er ins Spital eingeliefert, und kam nicht mehr zurück. Wir werden ihn noch bei vielen Gelegenheiten schmerzlich vermissen.



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